Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Institut für Elektroprozesstechnik/Leibniz Universität Hannover
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Institut für Elektroprozesstechnik/Leibniz Universität Hannover
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Theoretische und experimentelle Untersuchungen zum Schmelzen von bleifreiem faseroptischem Glas im Induktortiegel (MIKA)

Leitung:Prof. Dr.-Ing. B. Nacke
Bearbeitung:Dipl.-Ing. B. Niemann
Laufzeit:3 Jahre
Förderung durch:BMBF 03X4004C
Bild Theoretische und experimentelle Untersuchungen zum Schmelzen von bleifreiem faseroptischem Glas im Induktortiegel (MIKA)

Für eine neue Generation von Glasfaserkabeln für den anspruchsvollen Einsatz im Automobil müssen innovative Glastypen verwendet werden, die hinsichtlich der optischen Eigenschaften wie Transmission und Brechungsindex hohe Anforderungen an die Reinheit des Glases stellen. Kein herkömmliches Schmelzverfahren kann diese Anforderungen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten anbieten. Sogenannte kalte Tiegel sind seit Jahrzenten auf diesem Gebiet etabliert, haben jedoch entscheidende Nachteile gegenüber der Idee, die in diesem Projekt entwickelt werden sollte. Bei herkömmlichen kalten Tiegeln werden ineffiziente Röhrengeneratoren eingesetzt, die mittels hoher Induktorspannung die Leistung in das zu schmelzende Glas induzieren. Diese Spannungen liegen im Bereich von bis zu 10 kV und stellen ein erhebliches Risiko für Personal und Anlage hinsichtlich möglicher elektrischer Kurzschlüsse dar. Darüber hinaus fallen in der getrennten Verwendung von Tiegel und Induktorsystem in jedem Bauteil für sich elektrische Verluste an und die notwendige räumliche Trennung beider bedarf eines Luftspaltes der die Anlageneffizienz reduziert. Die Idee, die in diesem Projekt entwickelt und umgesetzt werden sollte kombiniert die erwähnten Bauteile Tiegel und Induktor zu einem System. Die Vorteile dieser Kombination liegen auf der Hand, da die elektrischen Verluste nur einmal anfallen. Darüber hinaus können effiziente Transistorgeneratoren eingesetzt werden, die einen weitaus höheren Wirkungsgrad besitzen als Röhrengeneratoren gleicher Leistungsklasse. Die Verwendung von Röhrengeneratoren wäre aufgrund der Strom- Spannungs-Charakteristik mit hohen Spannungen und geringen Strömen technisch nur unter sehr unwirtschaftlichen Bedingungen umsetzbar. Das Vorhaben sah vor, dass ein Schmelzaggregat für das Synthetisieren von hochschmelzenden Gläsern mit hohen Reinheits- und Qualitätsanforderungen entwickelt und aufgebaut wurde.

Übersicht