Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Institut für Elektroprozesstechnik/Leibniz Universität Hannover
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Institut für Elektroprozesstechnik/Leibniz Universität Hannover
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Regenerative Energiesysteme

Photovoltaik-Dachanlage

Aufgrund der Initiative des studentischen Arbeitskreises Regenerative Energien wurde im Jahr 1994 eine PV-Anlage unter der Regie des Instituts in Betrieb genommen. Das Ziel war es den Betrieb durch langfristige Untersuchungen wissenschaftlich zu betreuen sowie Studierenden in Form von Laboren und Studien- und Diplomarbeiten einen Einblick in diese Technik zu bieten.

 

Der Solargenerator hat eine installierte Leistung von 1,8 kWpeak. Dies entspricht am Standort Hannover-Königsworther Platz einem Jahresertrag von ca. 1300 kWh. Die Auslegung des Generators entspricht dem Jahresenergiebedarf einer 4-köpfigen Familie bei rationellem Energieeinsatz. Die Anlage besteht aus 18 monokristallinen Modulen (MIS-I-Technik) der Firma Nukem, wovon zwei Module einachsig passiv, also ohne zusätzliche Energie, nachgeführt werden. Der selbstgeführte Wechselrichter mit MPP-Tracking der Firma UfE hat eine Leistung von 1,6 kW.

 

Die Solaranlage ist mit einer umfassenden Meßtechnik ausgestattet, die es ermöglicht, die Anlage langfristig detailliert zu untersuchen. Die viertelstündig aufgenommenen Messwerte werden in drei Kategorien unterschieden:

  • Die elektrischen Größen geben einen Aufschluss über den Ertrag der Anlage und ermöglichen einen Vergleich der festen mit den nachgeführten Modulen. Dazu werden die Spannung sowie die Ströme und Leistungen der festen und der nachgeführten Ebene gemessen.
  • Die meteorologischen Größen zeigen die Abhängigkeit des Ertrages von den Wettereinflüssen, wie Sonneneinstrahlung, Wind und Temperatur.
  • Die Anlagenparameter, dies sind i.W. die Temperaturen in den Anschlusskästen sowie der Transistoren des Wechselrichters und einige digitale Zustandsgrößen. Diese dienen der Sicherung des fehlerfreien Betriebes der Anlage.

Die Messwerte werden über geeignete Sensoren erfasst und soweit erforderlich durch Messverstärker weiterverarbeitet, digitalisiert und auf einem universellen Zweidrahtbussystem dem Messwerterfassungsrechner zugeführt. Alle Messwerte werden mit vom Institut entwickelten Programmen aufgenommen, gespeichert und ausgewertet, um Aufschlüsse über den Betrieb der Anlage zu erhalten. Zum Beispiel wird über die gesamte Betriebsdauer die Entwicklung des Wirkungsgrades oder auch der Ertragsvorteil der Modulnachführung gegenüber den festen Modulen ausgewertet.

 

Ansprechpartner

M.Sc. T. Fehling

Prof. Dr.-Ing. B. Nacke

 

Weitere Informationen